Das Produkt CrypTool ist ein Freeware-Programm, mit dessen Hilfe kryptographische Verfahren angewendet und analysiert werden können. Teil von CrypTool ist eine sehr umfangreiche, auch ohne tiefes Fachwissen verständliche kontextsensitive Online-Hilfe. Sie wird ergänzt durch Szenarien für den schnellen Einstieg in Themenkomplexe und ein Skript mit weiterführenden Informationen. Das Programm enthält fast alle State-of-the-art-Kryptofunktionen und ermöglicht einen gleichsam spielerischen Einstieg in die moderne und klassische Kryptographie. Erfahrbar gemacht werden soll, - wie klassiche Krypto-Verfahren funktionieren und wie leicht sie zu knacken sind, - welche Konzepte moderner Kryptographie es gibt, und z. B. welche Schlüssellängen gewählt werden müssen, um sie sicher zu benutzen. Prozess: Der Prozess um CrypTool begann1998/1999 im Zuge des End-User Awareness-Programms der Deutschen Bank, von Anfang an wissenschaftlich begleitet durch Hochschulen und mit primär didaktischem Anspruch. Ziel war es, - bei den Mitarbeitern der Deutschen Bank Sensibilität und ein tieferes Verständnis für IT-Sicherheit zu ermöglichen, - bei Studenten den Einstieg in die Thematik Kryptographie zu erleichtern, Motivation für das Lernen von Themen der Kryptographie zu erhöhen und die Lerneffizienz deutlich zu verbessern. Durch den modularen Aufbau des Programms können Einzelteile als Studien-, Abschluss- und Diplomarbeiten vergeben werden. Das Programm wird auch als Ausbildungsobjekt für FH-Informatikstudenten (KoSIDA/Dieburg) und Fachinformatiker eingesetzt, die es im Rahmen von Projektarbeit weiterentwickelten. Weitere Evolutionsstufen des Programms CrypTool selbst sind - Veröffentlichung des Programms im Internet im Jahr 2000 als Freeware (www.cryptool.de), - Fachübergreifender Einsatz (Informatik, Mathematik, Wirtschaftsinformatik, Jura), - Übernahme durch die TU Darmstadt und TU Chemnitz im Jahr 2002 zur Weiterentwicklung und damit die geplante Veröffentlichung als ‘Open Source’ Software, - Beteiligung einer deutlich größeren Anzahl von Entwicklern und Austausch der Erfahrungen mit einer größeren Anzahl von Hochschulen über die Frage, wie es am besten in die Lehre eingebunden werden kann (best practice).
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