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Die GewinnerInnen des Medida-Prix 2008 stehen fest

Insgesamt drei eLearning-Projekte wurden mit dem Medida-Prix 2008 ausgezeichnet. Die GewinnerInnen erhielten das Preisgeld in der Gesamthöhe von 100.000 Euro aus den Händen von Wissenschaftsminister Dr. Johannes Hahn, der den Preis in diesem Jahr stiftete. Die drei Gewinnerprojekte kommen aus Deutschland und der Schweiz.

Im Mittelpunkt der Einreichungen standen in diesem Jahr vor allem die Open Educational Resources Initiativen, also die Entwicklung von frei zugänglichen Bildungsmaterialien. Ziel des Preises ist es, die Hochschullehrenden auch in den deutschsprachigen Ländern auf diese internationale Entwicklung aufmerksam zu machen und auf die gesellschafts- und bildungspolitische Verantwortung der Hochschulen hinzuweisen.

Der österreichische Wissenschaftsminister Hahn bekräftigte bei der Preisverleihung den politischen Willen zur Förderung von eLearning-Strategien im Hochschulbereich: "Als Wissenschaftsminister ist es mir ein ganz besonderes Anliegen, neben der Forschung auch die innovative mediengestützte Lehre an den Hochschulen zu fördern und die innovativsten Projekte auch dementsprechend auszuzeichnen und hervorzuheben."


"Mathe Vital"

MatheVital © HBF

© HBF

Die frei zugängliche Sammlung interaktiver Materialien für den Unterricht in mathematiknahen Fächern "Mathe Vital" des Zentrums Mathematik der TU München wurde mit 50.000 Euro prämiert und erhielt damit den Hauptpreis. Die Entscheidung wurde mit der hohen Interaktivität und Wiederverwendbarkeit der Materialien begründet. „Das ist Mathematik zum Anfassen“, zeigte sich die Jury von den vielfachen Einsatzmöglichkeiten der visualisierten Formeln überzeugt. Bei MatheVital handelt es sich im eine modulare, frei zugängliche Sammlung interaktiver Materialien für den Mathematikunterricht auf verschiedenen Stufen.

Besonders auszeichnungswürdig ist aus der Sicht der Jury:

  • die beeindruckende Zusammenstellung hoch interaktiver Materialien;
  • die Entstehung direkt aus dem Kontext der Lehre heraus und mit begrenzten Ressourcen;
  • die Förderung explorativen Lernens;
  • die hohe Adaptierbarkeit und Wiederverwendbarkeit dank verfügbarem Source-Code;
  • die Verwendung von Standardwerkzeugen, die eine schnelle Entwicklung neuer Materialien ermöglichen.
  • Das Projekt ist prädestiniert dafür, eine Community zu bilden, in der diese Open Educational Resources genutzt, weiterentwickelt und erweitert werden können.

Mit je 25.000 Euro wurden die an der Universität Zürich angesiedelte Initiative „GITTA“ (Geographic Information Technology Training Alliance) sowie das am Institut für Wissensmedien in Deutschland entwickelte Portal e-teaching.org ausgezeichnet.

GITTA

Gitta © HBF

© HBF

Laut Jury besticht GITTA vor allem durch für jeden frei verfügbare, adaptierbare, mehrsprachige und gemeinsam mit zehn Partnerorganisationen entwickelte Lernpakete für den Umgang mit geografischen Daten, wie sie beispielsweise in jedem Navigationsgerät zu finden sind. In GITTA haben zehn Schweizer Partnerinstitutionen zwischen 2001 und 2008 Lerninhalte zur akademischen Ausbildung im Bereich der Geoinformatik entwickelt.

Neben modernen mediendidaktischen Ansätzen, wie beispielsweise Fallstudien, hat die Jury vor allem folgendes für auszeichnungswürdig gehalten:

  • die klare strategische Ausrichtung auf Open Content
  • die nachhaltige Organisation wie die Gründung eines Fördervereins
  • die Mehrsprachigkeit: deutsch, italienisch, französisch und englisch
  • die hohe Wiederverwendbarkeit in unterschiedlichen technischen, didaktischen und organisatorischen Zusammenhängen
    die Integration der erstellten Inhalte in die Curricula der teilnehmenden Institutionen.
  • GITTA ist also bestens vorbereitet, um über die Schweiz hinaus, global zum Einsatz zu kommen.

e-teaching.org

eteaching.org © HBF

© HBF

Bei e-teaching.org würdigte die Jury die hohe Professionalität und Aktualität. Der Infopool bietet innovative Wege der Wissensvermittlung - beispielsweise in Form von online-Veranstaltungen, Podcasts oder Chats - für alle, die sich für eLearning fit machen und am Ball bleiben wollen. Das Portal ist eine Sammlung von fundierten Informationen und praxisorientiertem Know-how zur medienunterstützten Lehre.

Insbesondere hat die Jury folgendes überzeugt:

  • die konsequente Orientierung an den Bedürfnissen der Community
  • das attraktiv und funktionell gestaltete Serviceportal
  • die - neben Grundlagenarbeit - innovativen Veranstaltungsformen zu aktuellen Themen des eLearning
  • die Qualitätssicherung auf hohem Niveau
  • die Verbreitung und Akzeptanz der Kompetenz des Portals - über Jahre hinweg in der Community im gesamten deutschsprachigen Raum.

Neben dem Medida-Prix wurde auch der "Knowledge Markets Publikumspreis" verliehen. Direkt von den Teilnehmern der im Vorfeld der Preisverleihung an der Donau-Universität Krems stattgefundenen Jahrestagung der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft gewählt, konnte sich das Team des Projektes e-teaching.org zusätzlich zum Medida-Prix Gewinn auch über vier Sub-Notebooks freuen.

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