| Das eLibrary Projekt ist ein verteiltes studentisches Projekt, welches durch eine Gruppe freiwilliger Helfer gemeinfreie Quelltexte digitalisiert und gemeinsam mit Gastbeiträgen und Hintergrundinformationen mittels der Wikimedia-Software über das Internet für Forschung und Lehre frei zugänglich macht, da im deutschsprachigen Raum bisher nur wenige frei über das Internet zugängliche Angebote für die Aus- und Weiterbildung existieren. Unser Ziel ist die elektronische Erhaltung und freie Verfügbarkeit der Texte.
Freiwillige Mitarbeiter nationaler eLibraries (zB eLibrary Austria) sollen jeweils helfen, Bestände nationaler Bibliotheken zu digitalisieren bzw Werke der Forscher und Studenten des Landes komplementär zu veröffentlichen und dabei mit bestehenden Institutionen kooperieren und diese durch Bereitstellung freiwilligen und kostenfreien Personals über die eLib-Gemeinschaft zu entlasten (Scannen und Korrekturlesen, Präsentation).
Mitarbeiter haben eigene Benutzerseiten und diverse Möglichkeiten der Kommunikation und der Bewertung von Inhalten. Sie tragen sowohl bei der Erstellung als auch im Rahmen der inhaltlichen Aufbereitung der beigesteuerten Inhalte bei. Das gemeinschaftliche Arbeiten ist dabei auch ein großer Motivationsfaktor und schult darüber hinaus die Teamfähigkeit und den Umgang mit modernen Kommunikationstechniken (Voice-Over-IP, Instant-Messaging).
Die Texte werden direkt von den Mitarbeitern themenmäßig in Portalen aufbereitet und präsentiert. Dies erlaubt insbesondere Studenten, erlerntes Wissen umzusetzen, indem Sie selbst Texte verfassen, die die verschiedenen Inhalte (Originaltext, Diplomarbeit, Aufsätze, Papers) korrelieren und verknüpfen. Dies fördert das vernetzte Begreifen verschiedener Materien. Dieser Gedanke spiegelt sich auch im technischen Aufbau der eLib wieder.
Aber auch andere Bevölkerungsgruppen können so online Ihre Erfahrungen beisteuern und mit Studenten in einen Dialog treten. Sowohl Zeitzeugen als auch Wissenschaftler haben so einen direkten Zugang so daß gegenseitige Berührungsängste bei angeregten Gedankenaustausch durch die hauptsächlich elektronische Durchführung minimiert werden.
Inhalte sind sowohl über eine Volltextsuche als auch über Kategorien und dynamisch wachsende Themenportale verfügbar. Besonderer Augenmerk wird auf Materialien gelegt, die entweder schwer zugänglich sind oder Materialien, die Vorlesungen und Übungen begleiten, um Studenten die teure Anschaffung zu ersparen. Die Bereitstellung über WikiMedia-Software erlaubt es auch sehbehinderten Menschen, die Inhalte leicht in Braille-Schrift umzuwandeln und über eine mechanische Braille-Zeile auszugeben.
Die Wahl der von Wikipedia bekannten Wikimedia-Software soll die Hemmschwelle bei der Mitarbeit gering halten. Die Software erlaubt modulares, verteiltes Arbeiten und die Syntax ist vielen potentiellen Mitarbeitern schon von der Wikipedia bekannt. Ein wesentlicher Unterschied ist die nur für registrierte Benutzer gegebene Möglichkeit des Editierens und die gemeinsame Präsentation von Werk, Artikeln und Hintergrundinformationen, die für eine inhaltliche Aufbereitung sehr wichtig ist.
Wir unterscheiden uns von den meisten anderen Digitalisierungsbemühungen durch die Bereitstellung des Volltextes (txt) anstatt der Faksimiles (pdf), wobei wir zu Online-Faksimiles verlinken. Diese Konzentration auf den Inhalt ist nicht nur benutzerfreundlicher sondern bietet auch den Vorteil, dass Google den Volltext verlinken kann. Dies macht es möglich, dass wir bei manchen Suchbegriffen bereits auf der dritten Ergebnisseite zu finden sind. Wir halten diese Antwort in der offenen Diskussion rund um Googles Digitalisierungsbemühungen (Kulturkampf-Diskussion ausgehend von Frankreich) als die praktikabelste, da wir durch die Bereitstellung von eigenen Content dort in Konkurrenz treten, wo wir finanziell und technisch konkurrieren können.
|