St. Galler Tagblatt

2007-02-13

Selber lernen – aber richtig

Ideenwettbewerb der HSG zur Verbesserung des Lernportals „StudyNet“

Mit einem Studenten-Wettbewerb hat die HSG Verbesserungsvorschläge für das Lernportal „StudyNet“ gesucht. Die beste Idee wurde gestern prämiert und soll dieses Jahr umgesetzt werden.

E-Learning gehört heute zum Standard an Universitäten. Studierende lernen mit dem Computer als Gegenüber – und kommen dabei schnell zu Wissen. Das ist auch der Sinn des Lernportals „StudyNet“ der Universität St. Gallen. Es besteht seit fünf Jahren und wird fortwährend weiterentwickelt.

Potenzial noch nicht ausgenützt
Im letzten Jahr wurde das „StudyNet“ mit dem „Medida-Prix“ geehrt, der Einrichtungen im Bereich des Selbststudiums belohnt. Trotzdem sagt Franziska Zellweger Moser vom Institut für Wirtschaftspädagogik an der HSG, dass das Potenzial des Internetportals noch nicht ausgenützt werde. Deshalb habe man Anfang Jahr dem Wettbewerb „Aktiv Lernen mit neuen Medien“ ausgeschrieben. 18 Ideen gingen ein, fünf wurden gestern von den Studierenden vorgestellt.

Nicht nur Stoff herunterladen
Diese bemängelten in ihren Wettbewerbs-Referaten unter anderem, dass das „StudyNet“ fast nur besucht werde, um Vorlesungen herunterzuladen. Die eigentliche Idee der Internetplattform – nämlch das Selbststudium – werde zu wenig gefördert. Die Studierenden schlugen vor, das „StudyNet“ vermehrt für Nachschlagewerke und interaktive Videobewertungen von Präsentationen zu verwenden.
Linda Morgenthaler und Matthieu Brunner gewannen mit ihrem Konzept „Selbststudium Reloaded“ den ersten Preis: eine Reise nach Hamburg, dazu 500 Franken und die bezahlte Mitarbeit bei der Umsetzung des Projekts. Die beiden wollen den Studierenden mit Ihrer Idee ein Planungsinstrument fürs Selbststudium bieten. Der Stoff soll mit Verständnisaufgaben erlernt und repetiert werden, in Multiple-Choice-Aufgaben wird das erworbene Wissen geprüft.

Sieger fordern heraus
Die Idee der beiden Gewinner sei zwar das am schwierigsten umzusetzende Projekt, entspreche aber dem Grundbedürfnis vieler Studenten und Studentinnen, sagte Jurymitglied Christoph Meier vom Institut für Wirtschaftspädagogik. Verbesserungsideen anderer Wettbewerbsteilnehmer würden aber bei der Weiterentwicklung von „StudyNet“ ebenfalls berücksichtigt.

Ralf Streule

     
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