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| Zürichseezeitung www.zsz.ch 7. Januar 2003
Per Mausklick zu den Originalen
Preisgeld in dieser Grössenordnung regnet nicht allzu oft über Projekte aus geisteswissenschaftlicher Küche. Auch der Medida-Preis, der zukunftsgerichtete mediendidaktische Arbeiten fördert, zeichnete erstmals ein entsprechendes Produkt aus. Offensichtlich hat der professionelle, nicht überladene Auftritt und die einfache, aber durchdachte Benutzung dieses archivkundlichen Internet-Lehrganges aus dem Historischen Seminar der Universität Zürich die Fachjury überzeugt (siehe unten). Immerhin erlaubt der Preis jetzt in Ergänzung der Uni-Mittel die Fortführung der Arbeiten im nächsten Jahr. Dann wird es eng, wie Professor Roger Sablonier, unter dessen Ägide "Ad fontes" entstanden ist, erklärt. Trotz Förderung durch Bildungsdirektor Ernst Buschor leide die ICT-Fachstelle der Uni an Mittelschwund. Insbesondere der laufend notwendige Unterhalt der Seiten ab 2004 ist nicht mehr gewährleistet. Die Uni muss sich nun gemäss Sablonier überlegen, ob sie den Zugang künftig kostenpflichtig gestalten will. Grundangebot für alle
Das komplexe Projekt ist seit Januar 2001 für insgesamt rund 750 000 Franken mit professioneller Hilfe von Gerold Ritter (Firma e-hist) und Gestalter Yves Sablonier realisiert wurden. Anders als in Medizin und Naturwissenschaften erlaubt die personelle Situation am Historischen Seminar es nicht, Personal für die ständige Betreuung und die laufende Instruktion der Lehrpersonen freizustellen. Die Projektverantwortlichen haben deshalb vor ein paar Wochen einen Förderverein ins Leben gerufen. Förderer zusammenbringen
Einstieg in die Arbeit mit Quellen Zürich: Einfache, aber durchdachte Konzeption interaktiven Lernens
als Qualitätsmerkmal
"Ad fontes" ist ein schon sehr weit gediehenes, aber weiterhin im Aufbau befindliches Internet-Lehrmittel, das Studierende, aber auch weitere Geschichtsinteressierte mit der Auswertung und Einordnung handschriftlicher Quellen vertraut machen will. Im Prinzip simuliert das Projekt einen Besuch im Stiftsarchiv Einsiedeln, das als eines der wichtigsten Privatarchive in Europa über organisch gewachsene Bestände seit dem 10. Jahrhundert verfügt. So lässt sich via Internet ein realer Archivbesuch - auch eines anderen Archivs - gründlich vorbereiten.
Archiv, Training, Tutorium Drei miteinander vernetzte Ebenen erlauben einen sehr flexiblen, auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmten Zugriff auf die Lerninhalte. Das Archiv bietet praxisnahe, grössere Aufgaben zur Quellenauswertung an, die nach Themen wie Urkunden und Fälschungen oder Hofrechte und Weistümer gegliedert sind. Das Tutorium hält das Grundwissen bereit, das für die Lösung der Aufgaben, aber auch den konkreten Archivbesuch nötig ist. Und im Training schliesslich finden sich die Einzelübungen zum gezielten Erwerb der wichtigsten Fertigkeiten wie Lesen von Schriften bis 1800 oder Datieren der Dokumente. Ein Glossar und eine Sammlung von Ressourcen (Links, Literatur, Übersichten usw.) ergänzen das Angebot. Nicht verzweifeln, Hilfe kommt
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