Presse  
       
     
      Süddeutsche Zeitung
2. Oktober 2002

Medienpreis für Medizin-Didaktiker

Kein Blut, kein Fleisch – die Studenten stellen die Diagnose am PC. Mediziner und Pädagogen der Universität München (LMU) haben dafür eine spezielle Software entwickelt, mit dem Studenten sich an Fallgeschichten per Computer ihr Wissen aneignen können. Jetzt hat das System Casus in Basel den Medida-Prix 2002 bekommen, den höchstdotierten hochschuldidaktischen Medienpreis Europas. Die Auszeichnung teilen sich die Münchner mit einem Team aus Heidelberg, das ein Lernprogramm für die Kinderheilkunde zusammengestellt hat.

75 Fälle sind in der Münchner Casus-Datenbank bisher gesammelt und für das interaktive Lernprogramm aufbereitet. Studenten können unter http://casus.medinn.med.uni-muenchen.de oder von CD die Fallbeispiele aufrufen und bearbeiten, was zwischen 30 und 90 Minuten dauert. Rückfragen und Kommentare begleiten den interaktiven Lernprozess. Bislang stammen die Fälle aus den Fächern Innere Medizin, Radiologie, Unfallchirurgie, Neurologie, Anatomie, Kieferorthopädie und Arbeitsmedizin. Ebenso sind Kenntnisse in Erster Hilfe und Intensivpflege gefragt.

Den Vorteil gegenüber anderen Lernprogrammen sieht Projektleiter Martin Fischer vom LMU-Klinikum in der einfachen Bedienbarkeit – auch bei der Erweiterung der Datenbank. Es sei vergleichsweise simpel, neue Fälle ins Netz zu stellen. Man brauche dafür keine Programmierkenntnisse und der Arbeitsaufwand halte sich in Grenzen.

       
    zurück zum Anfang dieser Seite