Autoren-Kino ist die urspr�ngliche Form des Kinos: so wie einer sich hinsetzt und schreibt, machen M�li�s und Lumi�re wie auch andere Pioniere des Kinos die ersten Filme. Mit dem Wort �Autor� ist zun�chst nicht mehr bezeichnet, als da� ein menschlicher �Urheber�, lebendige Arbeit (Phantasie, Realit�tssinn, Gef�hle) die ma�gebliche Rolle bei der Herstellung von Filmen spielt. L�ngere Zeit und immer wieder in der Filmgeschichte sprechen lebendige Menschen (z.B. Chaplin als Regisseur, Schauspieler und Produzent) zu anderen lebendigen Menschen (dem Publikum) in der Sprache bewegter Bilder. Dies ist dann auch eine erkennbare, individuelle oder charakteristi�sche Sprache, so da� man einen Film von Woody Allen, Fa�binder, Wim Wenders oder Doris D�rrie eben sehr schnell erkennt, so wie man einen Text-Abschnitt von Fontane von einem von B�ll oder Heine leicht zu unterscheiden lernen kann. Im Gegensatz dazu �hneln sich die standardisierten Bildersprachen nicht nur der Konfektionsfilme des Fernsehens und Hollywoods, sondern auch solcher Star-Regisseure wie Spiel�berg, Lucas und Roland Emmerich eben wie ein Ei dem anderen (Pseudonaturalismus, Gigantoma�nie, special effects, suspense-�sthetik). In diesem Seminar werden einige ber�hmte und manche sehr bekannte Filme des europ�ischen Autoren-Kinos (die allerdings heute schon wieder fast unbekannt bzw. nur dem Namen nach ber�hmt sind) gezeigt. Dazu kommen, weil es eigentlich k�nstlich ist, Autoren-Kino auf Europa zu begrenzen, ein japanischer und ein amerikanischer Film.
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