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      Computer Zeitung
30. September 2002
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Virtuelle Hochschullehre

Medienpreis geht an deutsche Mediziner

Die Mediziner haben derzeit in puncto E-Learning an Hochschulen die Nase vorn: Projekte der Unis Heidelberg und München haben den hochschuldidaktischen Medienpreis Medida-Prix erhalten.

„Nicht technisch und gestalterisch hervorragende Produktionen fördern wir mit diesem Preis, sondern Projekte, die eine langfristige positive Wirkung auf die Verbesserung der Hochschullehre erkennen lassen“, begründet Christoph Brake, wissenschaftlicher Leiter des Medida-Prix, die Entscheidung der Experten für zwei medizinische E-Learning-Hochschulprojekte. Jeweils 25 000 Euro erhalten Casus-Lernsystem der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität und das Projekt Campus-Pädiatrie der Universitäts-Kinderklinik Heidelberg. Das Geld dieses höchstdotierten Medienpreises kommt von den Bildungsministerien in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

In beiden Fällen handelt es sich um Projekte, mit denen an den Hochschulen interaktiv und fallbasiert Knowhow aufgebaut wird. Casus stellt derzeit rund 100 typische Patientenbilder zur Verfügung, anhand derer Studenten und angehende Ärzte den Prozess der Diagnosestellung in grafischer Form erlernen können. Bei Campus-Pädiatrie nimmt der Anwender die Rolle des Arztes ein und betreut selbständig einen Patienten in einer virtuellen Kinderklinik, indem er von der Erhebung der Vorgeschichte bis zur Therapie alle Schritte eigenständig und in Rückkopplung geht. Beide Projekte werden bereits auf andere Fächer erweitert.

       
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