And the MEDIDA-PRIX 2009 goes to ...
"eAssessment im Testcenter der Universität Bremen" (Deutschland) und "DOIT - Dermatology Online with Interactive Technology" (Schweiz).
Die beiden FinalistInnen-Projekte teilen sich den Hauptpreis von 100.000 Euro, der dieses Jahr vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gestellt wurde. Die Auszeichnung überreichte die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz, Prof. Dr. Margret Wintermantel, am Mittwochabend während einer Feier im Glashaus des Botanischen Gartens Berlin-Dahlem.
In ihren Laudatien meinte Anne Grabs, Sprecherin der Jury:

eAssessment im Testcenter Bremen, Dr. Jens Bücking und Team, Foto: Bauer
"eLearning liefert einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Lehre. Zur Lehre gehört auch, dass das, was gelehrt und gelernt wird, einer Prüfung unterzogen wird. Das Projekt eAssessment, das an der Universität Bremen entwickelt wurde, demonstriert auf überzeugende Weise, wie mit Hilfe des Einsatzes digitaler Bildungsmedien die Vielzahl von Prüfungen, insbesondere vor dem Hintergrund des Bologna-Prozesses, optimiert und studierendenfreundlich gestaltet werden können. Besonders beeindruckt hat die Jury das durchdachte zukunftsorientierte Konzept, die Vielzahl von Impulsen zur Gestaltung und Reflektion, die durch den Umstieg von paper and pencil auf elektronische Prüfungen ausgelöst werden sowie das ausgefeilte Qualitätssicherungskonzept, das bei der Abnahme von Prüfungen unerlässlich ist. eAssemssment ist ein substanzieller Beitrag dazu, Prüfungen an Hochschulen reliabler, valider und objektiver zu gestalten. Wenn das Bremen Projekt Schule macht, was zu wünschen ist, heißt es demnächst: Studierender elektronisch geprüft."

DOIT - Dermatology Online with Interactive Technology, Prof. Dr. Günter Burg mit Team, Foto: Bauer
"Mit dem Projekt DOIT wird ein weit fortgeschrittenes,
ausgereiftes Projekt prämiert. Es bietet E-Learning für ein
vollständiges medizinisches Fach – die Dermatologie -, und das über
verschiedene Lernwege: fachsystematischer Zugang, fallorientiertes
Format, ausgiebige Selbsttests und spielerisches Rekapitulieren. Die
Beiträge sind durchgehend multimedial und erlauben individuelle
Annotierungen.
Die Applikation ist an allen medizinischen Fakultäten der
Schweiz und in mehreren weiteren Bildungseinrichtungen in das
Regelstudium integriert, wobei es bis zu 50 % der Präsenzlehre des
Faches ersetzt und dieses wiederum durch die bessere Vorbildung der
Studierenden qualitativ aufwertet.
International wird es von mehreren einschlägigen
Fachgesellschaften in mittlerweile sechs Sprachen verwendet. Als offen
zugängliche Ressource wurden Kooperationen mit Entwicklungs- bzw.
Schwellenländern in die Wege geleitet – insbesondere mit Nepal und
Tansania.
Die Nutzung ist aber nicht nur geographisch, sondern auch vom
Ausbildungsstand der Nutzer/innen breit gestreut: Die Zielgruppe
umfasst Studierende der Humanmedizin, ÄrztInnen in Ausbildung und
FachärztInnen in der berufsbegleitenden Weiterbildung – nicht zuletzt
auch Mitglieder von ÄrztInnen ohne Grenzen.
Überzeugend ist auch die gut funktionierende Projektstruktur, die hochwertige Fachexpertise mit zeitgemäßer technologischer Entwicklung verbindet. Die Nachhaltigkeit hat das Projekt bereits unter Beweis gestellt. Die Medida-Prix-Jury würdigt die mehrjährige kontinuierliche Aufbauarbeit, die Alltagstauglichkeit und die hohe Akzeptanz, und freut sich auf weitere Entwicklungsschritte."
Den Publikumspreis, der von der Firma Webducation gestiftet wurde, erhielt das Projekt "Von der kreativen Idee zur alltagstauglichen Lehr- und Lerninnovation: mediendidaktische Entwicklungsforschung am Augsburger Institut für Medien und Bildungstechnologie" der Universität Augsburg.
Mediendidaktische Entwicklungsforschung am imb Augsburg, Dr. Ulrich Fahrner (1.v.l.) und Team, Foto: Bauer




